Arbeiten in der Gastronomie – Albtraum oder doch Traumberuf?

Man hört es immer wieder: „Für die Gastronomie muss man geboren sein!“ Arbeiten auch an Feiertagen und Wochenenden und dann kann der Dienst schon mal bis spät in der Nacht andauern, wenn dann auch die letzten Gäste der Familienfeier zu Bett gehen. Beim Tischservice für jede einzelne Bestellung große Strecken von Theke bis Garten zurücklegen, 8 Stunden, manchmal 10 Stunden am Stück – da ist nicht nur gutes Schuhwerk gefragt, sondern auch körperliche Belastbarkeit.

Und diese ganze Vorbereitung: Tische rücken, eindecken, Bestecke vorbereiten, Servietten falten, Gläser polieren – bloß kein Fleck auf der Decke, das Messer muss gerade liegen, darüber mittig positioniert das lupenreine Weinglas. Jedes Detail muss stimmen. 

Doch die Arbeit in der Gastro hat Ihre Vorzüge. Ich kenne kaum eine Branche, die so vielfältig ist wie die Gastronomie. Jeder Tag ist anders und sorgt für die interessantesten Geschichten. Zum Beispiel die Dame, die sich Nachts in Ihrem Nachthemd ausgesperrt hat und dann bei einem anderen Gast, der Sie zunächst für eine Verrückte hielt, im Doppelbett mitschlafen durfte. Ein Jahr später trafen sich die beiden zufälligerweise wieder bei uns und tranken ausgiebig lachend Brüderschaft. Oder der Wanderer, der von seiner Knollenwanderung nicht zurückkam und wir schon besorgt eine Vermisstenanzeige bei der Polizei aufgeben wollten, als diese uns erzählte, dass er ein bekannter Zechpreller war.
Aufregend war auch die Zeit, in der das VOX-Fernsehteam im Harzer Hof war und Aufnahmen für das himmlische Hotel machte. Oder als wir vor Kurzem die Spots für die #FettenBetten im Harz drehten.

Wir dürfen bei den emotionalsten Momenten des Lebens mitwirken. Sei es die Vermählung zweier Liebenden, die Taufe des Kindes, die Verabschiedung von einem Familienmitglied oder Geburtstag eines guten Freundes. Nicht zu vergessen: Bei so vielen Hochzeitsfeiern und Geburtstagen kennt man die besten DJs, die lustigsten Spiele, die kreativsten Geschenke und die leckersten Torten. Gutes Essen ist sowieso ein Plus während der Arbeit. Und wenn sich die Gäste für ein schönes Fest, das leckere Essen und den tollen Service bedanken, dann ist es alle Mühe wert. (Ehrlicherweise dürfen wir hier natürlich nicht das Trinkgeld vergessen, dass uns Mitarbeitern zugute kommt).

Und wie schön ist es bitte, dass man sich nicht extra frei nehmen muss, wenn man sich eine neuen Haarschnitt gönnen möchte, zur Routineuntersuchung beim Arzt muss oder den einen oder anderen Behördengang erledigen will? Man verbringt auch viel weniger Zeit beim Schlangestehen, weil man die Stoßzeiten umgehen kann. Schließlich hat man frei, wenn andere arbeiten müssen.

Dienstbeginn ist erst um 11 Uhr, also perfekt geeignet, wenn man zu den Menschen gehört, die sich morgens lieber noch einmal im Bett umdrehen. Im Sommer kann man sogar die Dienstpause zwischen 14 und 17 Uhr nutzen, um sich ein paar Stunden im Scharzfelder Freibad zu sonnen oder schwimmen zu gehen. Und Montag, ja, der Montag, der so vielen Menschen sauer aufstößt – das ist der beste Tag der Woche, denn Montags ist Ruhetag! Naja, bei uns nur fast, denn der Harzer Hof ist ab 17 Uhr geöffnet. 

Also, liebe Morgenmuffel, Montagsscheuer und Freibadfanatiker, liebe Tellerbalancierer, Gästebetüddler, Chaosbeseitiger und Rezeptverfeinerer –  wir suchen euch! Wir sind ein junges Team und bieten eine familiäre, tolle Arbeitsatmosphäre mit viel Abwechslung in den Aufgaben. Ob ihr eine Festanstellung oder einen Ausbildungsplatz als Hotelfachfrau/mann, Restaurantfachfrau/mann oder Koch/Köchin, wir stellen ein.

Schickt eure Bewerbung an Petra Döring-Menzel unter info@hotel-harzerhof.de. 

Hereinspaziert! Tag der Offenen Tür am 25. Juni ab 11 Uhr

Ein Traumgarten für Ihre Hochzeitsfeier! Ein kleines Theater für Ihren Kulturabend! Zimmer zum Wohlfühlen und regionale Küche mit besten Produkten aus der Region! Sie kennen uns noch nicht?

Wie hat es der Hausherr Dieter letztes Jahr so schön ausgedrückt:

„Heute stehen Ihnen alle Türen offen. Außer die Türen, die abgeschlossen sind. Glauben Sie mir, da wollen Sie lieber nicht reinschauen.“

Am 25. Juni lädt das Team vom Harzer Hof zum diesjährigen Tag der Offenen Tür.

Werfen Sie einen Blick in die hellen Zimmer, auf das Küchenhandwerk unserer Köche, in die liebevoll eingedeckten Veranstaltungsräume und selbstverständlich hinter die Kulissen des hoftheater Scharzfeld. Natürlich gibt’s Kaffee und Kuchen, Leckeres vom Grill und sommerliche Getränke. Alles begleitet von Guter-Laune-Musik der Lucky Singers.

Auszüge aus Bühnenstücken

Am 5. Tag der Offenen Tür dürfen Sie sich wieder auf ein vielfältiges Programm freuen. Ab 11 Uhr geht es los mit Führungen durch die gemütlichen Hotelzimmer, das moderne Restaurant mit Küche, die großen Veranstaltungsräume und das hauseigene hoftheater. Hier zeigt das kleine Ensemble zu verschiedenen Uhrzeiten Auszüge aus ihren Bühnenstücken, darunter natürlich der ein oder andere beliebte Loriot-Sketch.

Regionale Produzenten vor Ort

Unsere regionalen Produzenten sind vor Ort für informative Gespräche zu ihren Qualitätsprodukten. Dieter Wehmeyer vom Biohof Düna stellt die Harzer Rotviehzucht in einem Kurzvortrag vor. Regina präsentiert ihren leckeren Fruchtaufstrich. 

Live-Musik am Nachmittag

Die passende Musik gibt es von den Lucky Singers. Am Nachmittag performt die talentierte Gesangsgruppe bekannte Welthits und Lieblingslieder der Rock, Pop, Schlager, Klassik und Country Szene.

Umschauen und Atmosphäre genießen

Für das leibliche Wohl ist auch gesorgt. Regina backt ihre himmlischen Waffeln zum Kaffee und Lothar serviert Leckeres vom Grill.

Bis 18 Uhr können die Gäste der Musik lauschen, sich über die regionalen Produkte informieren und entlang der Ausstellungen verschiedener Künstler schlendern. Oder aber sie genießen einfach nur die Atmosphäre. Im weitläufigen Garten des Harzer Hof mit den dichtbelaubten Bäumen und den schön blühenden, blumenreichen Beeten, fällt es nicht schwer, den Alltag für ein paar Stunden hinter sich zu lassen.

Also Termin merken:

Tag der offenen Tür am 25. Juni 2017  von 11 bis 18 Uhr

Das Programm:

  • Rundgänge durch Zimmer, Räume und Theater
  • Auszüge aus den Bühnenstücken des hoftheater Scharzfeld
  • Live-Musik mit den Lucky Singers
  • Gespräche und informative Vorträge unserer regionalen Produzenten
  • Künstlerausstellung
  • Hüpfburg für die Kleinen
  • Kaffee, Kuchen und Waffeln
  • Leckeres vom Grill

Fotos

Es war ein schöner Tag mit wechselhaftem Wetter, aber heiterer Laune, mit Leckerem vom Grill und Kuchenbüffet und Kultur mit Theateraufführungen und Live-Musik. Vielen Dank an die Lucky Singers, die ausstellenden Künstler, die fleißigen Helfer und die vielen Besucher.

hoftheater Scharzfeld spielt Walsers erfolgreichstes Bühnenstück an seinem Geburtstag

Am 24. März wird der deutsche Schriftsteller Martin Walser 90 Jahre. Sein erfolgreichstes Bühnenstück „Die Zimmerschlacht“ ist am gleichen Tag im hoftheater Scharzfeld zu sehen.

Martin Walser wird 90 und ist in aller Munde. Der Schriftsteller und Büchnerpreisträger ist einer der bedeutendsten Dramatiker der Nachkriegszeit. Kein Jahr vergeht ohne Auszeichnung für den „Chronisten der Deutschen Seele“ (Spiegel), den „Kleinbürgerexperten“ (Büchnerpreislaudatio) und „Schriftsteller mit Weltgeltung“ (Nietzsche-Preis), der immer noch gerührt ist von der ihm zukommenden Ehre. Walsers Themen sind, mit Verlaub, noch viel älter als er selbst, wirken durch seine Brille aber komisch und frisch. Für das Theater der sechziger Jahre schrieb der damals 40-jährige, vierfache Vater ein Stück über die Ehe namens „Die Zimmerschlacht“. Die sei „fester Bestandteil einer jeden seriösen Ehe“, meint Walser. Dieses „Übungsstück für ein Ehepaar“ wurde zu seinem bekanntesten und erfolgreichsten Bühnenwerk. Jürgen Kramer, Professor für Schauspielkunst hat es für das Ensemble im hoftheater Scharzfeld inszeniert.

„Wenn es für eine Krankheit keinen Spezialisten gibt, dann ist es die Ehe“

Felix zu Kristina: „Wenn das die Wahrheit sein soll, dann lass uns lieber wieder lügen.“ 

Es geht um ein „normales“ Ehepaar, das durch die Scheidung eines Kollegen in eine Stunde der Wahrheit stürzt. Teil des normalen Paares ist Felix Fürst, anerkannter Gymnasiallehrer. Er schmiedet gereizt einen Komplott gegen die Abendeinladung seines Freundes Benno, den er verdächtigt, ausschließlich mit seiner neuen jungen Freundin angeben zu wollen. Bei dem Versuch sein Verhalten der Ehefrau Kristina zu erklären, gibt er mehr von sich Preis als er will. Er verstrickt sich in Lügen und Anfeindungen. Auch Kristina geht zum Angriff über. Ihre Aggressivität ist allerdings kompromissloser, verletzender und grausamer als die von Felix.

In Walsers tragikomischem Drama ist die Ehe die höchste Form der kriegerischen Auseinandersetzung – mit ständig wechselnden Positionen, Niederlagen, kleinen Triumphen, Waffenstillständen und erneuten Kämpfen. Die Berliner Zeitung schreibt es treffend: „In eineinhalb hasserfüllten, aber auch liebessehnsüchtigen Stunden werden die Leiden der Eheleute Fürst zerredet, zermalmt und zerlegt. Alles, was sie in ihren annähernd zwanzig Ehejahren an Problemen, Verletzungen und Qualen des Alltags aufgestaut haben, drängt nun aus trügerisch seelenruhiger Tiefe an die Oberfläche.“

Eine Miniatur, wie für das hoftheater Scharzfeld gemacht

Der Regisseur Jürgen Kramer wählte das Zwei-Personen-Stück gezielt für uns aus. „Das Stück ist eine Miniatur. Die Form ist klein, aber der Inhalt ist bedeutend und erzählt unglaublich viel über das Leben“, beschreibt er. Außerdem reize ihn die Ehe als Thema. Wieviel verlangt eine funktionierende Ehe von einem selbst? Wie sehr dreht und wendet man sich dafür? In diesem Stück wird Beziehung als Lebensform hinterfragt. Es zeigt ein Ehepaar, das seine ganze Intelligenz einsetzt, um sich gegenseitig fertigzumachen. Im Stück heißt es: „Die Ehe ist (…) eine Operation. Zwei Chirurgen operieren einander andauernd. Ohne Narkose. Aber andauernd. Und lernen immer besser, was weh tut.“

Am 24. März, zu Martin Walsers 90. Geburtstag, können Sie „Die Zimmerschlacht“ auf unserer kleinen Bühne im hoftheater Scharzfeld sehen. Zum Event auf Facebook

Videobotschaft mit Geburtstagsgruß

Wenn Sie wissen möchten, was die Schauspieler Petra Döring-Menzel und Dieter Menzel über das Stück sagen, klicken Sie aufs Video. Am Ende wird sogar gesungen. Na dann: Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Herr Walser!

Es möge nützen! Petra und Dieter Menzel